Ein Mal Hefeteig, drei Mal hmmm.

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Ich werde oft gefragt, wie schaffst du das? Kinder, Haushalt, Studium, Kochen und dann kommst du noch zum Backen… Einen Pups schaffe ich! Ich bin manchmal halt Schlaubi Schlumpf und einfach clever. Ich mache mir das Leben möglichst einfach, auch wenn es mir weiß Gott nicht immer gelingt, aber ich versuche es, immer und immer wieder. Und dazu gehören eben so klitzekleine Tricks, die ich nicht alle verrate, nicht jetzt 😉 Na gut, den einen, was mein berühmtes Hefegebäck angeht, schon!

So wie es zu Weihnachten zehntausend unterschiedliche Kekse gibt, ist es bei uns üblich, Hefeteig-Gebäck zu Ostern zu machen. Und das in allen Variationen. Nachdem man sich mühselig die Weihnachtskekse von der Hüfte trainiert hat, kommt jetzt das zarte Hefegebäck 😉 Mein Körper geht dann auch wie Hefe auf ;))) Es gibt offensichtlich nicht nur den Winterspeck, es gibt auch noch die Frühlingsrollen 😉 Aber als Ausgleich esse ich in der Osterzeit definitiv genug Proteine, in Form von Eiersalat, Eier mit Speck, Eier mit Lachs, Eierstulle,  eieiei!

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Das wunderbare Hefegebäck schmeckt ja leider geil. Besonders wenn es noch schön lauwarm ist, hhhhmmmm legga! Bei mir in der Familie ist meine Mama die Teigkönigin. Wirklich, ihr könnt es euch nicht vorstellen, wie viele Teig-Variationen sie kennt… Ich hatte mal angefangen, mir mal alle Teig-Rezepte von ihr aufzuschreiben… Ich habe es aufgegeben, so viel Zeit habe ich dann doch nicht 😉 Ich nehme mir zwar gerne Zeit für gute Dinge, aber wenn es geht, mache ich mir das Leben auch gerne einfach… So mache ich zu Ostern nicht zehn unterschiedliche Hefeteige, den einen mit Wasser, den anderen mit Milch, den dritten mit Joghurt, nö nö. Ich habe mir einen guten rausgesucht, und verarbeite ihn einfach auf drei unterschiedliche Weisen. Und alle denken, uuuiii du hast aber viiiiiel gebacken, wie schaffst du das bloß??? Ich habe einfach geschummelt ;))) Mit einem Teig kreiere ich drei Naschereien… Hefezöpfe mit Hagelzucker, sehr geliebt bei Kindern, Hefestange mit Pistazien und Cranberrys, um die Schwiegereltern zu begeistern ;), Hefestange mit Nussfüllung, mögen alle 🙂

Für den Teig wärme ich die Milch etwas, nicht zu heiß, sonst wirkt die Hefe nicht… Also lauwarme Milch mit Hefe, einer Prise Salz, dem Zucker und der weichen Butter verrühren. Ei dazu, und das Mehl rein sieben. Dann muss der Teig für ungefähr zwei Stunden an einen warmen Ort ruhen, damit er schön aufgeht. In der Zwischenzeit bereite ich die beiden Füllungen vor, wobei das jetzt so klingt, als würde das zwei Stunden dauern… Tut es nicht, aber man braucht ja auch etwas Zeit, um sich auszuruhen, so wie der Teig 😉 Also für die Nussfüllung rühre ich den Zucker und die Nüsse zusammen, fertig! Und für die Pistazien-Cranberry-Füllung, drei mal dürft ihr raten, vermenge ich die Pistazien mir den Cranberrys und dem Zucker… Wahnsinn 🙂 Wenn der Teig und ihr euch dann ca. zwei Stunden ausgeruht habt, könnt ihr etwas Butter in einer Pfanne schmelzen. Hier müsst ihr etwas aufpassen, wenn sie geschmolzen ist, sofort vom Herd runter, sonst wird sie braun, das wollen wir nicht. Für die Hefezöpfe habe ich einfach drei ungefähr dreißig cm lange Stränge geformt und daraus dann einen Zopf geflochten, echt kein Hexenwerk wie ihr seht. Die fertigen Zöpfe schon mal auf einem Blech mit Backpapier ablegen. Wenn ihr eure gewünschte Menge zusammenhabt, deckt die Zöpfe mit einem Handtuch ab und lasst sie noch mal ne halbe Stunde gehen. Für die Hefestangen müsst ihr jeweils zwei Teig-Platten ca. 1cm dick ausrollen, nicht dicker, eher dünner, aber auch nicht zu dünn 🙂 Diese bestreicht ihr dann mit der geschmolzenen Butter und verteilt jeweils auf zwei den gleichen Belag, also einen Nuss-Zucker und einmal Pistazien-Cranberry-Zucker… Dann wickelt ihr die Teigplatten vorsichtig zu einem Strudel, und wickelt dann die zwei gleichen umeinander herum. Das ist jetzt ganz schön kompliziert beschrieben, geht aber ganz einfach! Wenn ihr dann sozusagen einen Zopf aus zwei Strängen geflochten habt, schneidet ihr oben ein paar Ritze ein, so wie auf dem Bild 🙂 Dann gleiches Spiel wie bei den Hefezöpfen vorhin… Hefestangen auf ein Blech mit Backpapier legen, mit einem Handtuch abgedeckt ne halbe Stunde ruhen lassen.

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Wärmt den Backofen auf 170 Grad vor. Und wenn das Hefegebäck schön aufgegangen ist, rührt ihr das Eigelb mit der Milch zusammen und pinselt die Gebäcke damit ein. Bei den Hefezöpfen streut ihr noch etwas Hagelzucker und bei der Pistazien-Crenberry-Stange etwas Mandelsplitter darüber. Ich empfehle euch, das Gebäck frisch zu backen und am selben Tag zu essen, wenn es am besten noch lauwarm ist, dann schmeckt es so richtig fein! Am nächsten Tag wird das Gebäck etwas trocken, aber meistens erlebt es bei uns nicht den nächsten Tag 😉 Lasst es euch schmecken!

 

Zutaten Hefeteig

250ml lauwarme Milch

ein Würfel frische Hefe

eine Prise Salz

80 Gramm Zucker

80 Gramm weiche Butter

ein Ei

ca. 500 Gramm Mehl

 

Pistazien-Cranberry-Füllung

200 Gramm gehakte Pistazien

300 Gramm getrocknete Cranberrys

vier Esslöffel Zucker

vier Esslöffel geschmolzene Butter

50 Gramm Mandelsplitter zum Bestreuen

 

Nuss-Füllung

200 Gramm gemahlene Haselnüsse

100 Gramm gemahlene Mandeln

vier Esslöffel Zucker

vier Esslöffel geschmolzene Butter

 

Ausserdem

Hagelzucker

ein Eigelb

drei Esslöffel Milch


 

2 Kommentare zu „Ein Mal Hefeteig, drei Mal hmmm.

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